Drei Erhöhungsschritte, deutlich höhere Schichtzulagen und erstmals Tarif für studentische Hilfskräfte: die Ergebnisse der Länder-Tarifrunde 2026 im Überblick.
| 01.04.2026 | +2,8 % (mindestens 100 €) |
| 01.03.2027 | +2,0 % |
| 01.01.2028 | +1,0 % |
| bis 31.01.2028 | Ende der Laufzeit |
Die Tarifeinigung zwischen der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und den Gewerkschaften (ver.di, dbb, GEW, GdP, IG BAU) kam am 14.02.2026 zustande und wurde nach Mitgliederbefragung am 12.03.2026 angenommen. Die Gesamtlaufzeit beträgt 27 Monate (01.11.2025 – 31.01.2028), wobei die Monate bis März 2026 Nullmonate sind.
Die Mindesterhöhung von 100 € im ersten Schritt wirkt bis etwa 3.570 € Tabellenentgelt – dort sind 2,8 % genau 100 €. Alle unteren Gruppen bis etwa E 4/E 5 profitieren also überproportional.
| Wechselschichtzulage | 105 € → 200 €/Monat (Unikliniken: 150 € → 250 €) |
| Schichtzulage | 40 € → 100 €/Monat (Unikliniken: 60 € → 100 €) |
Studentische Hilfskräfte erhalten erstmals tarifliche Mindeststundenlöhne: 15,20 € ab Sommersemester 2026, 15,90 € ab Sommersemester 2027. Auszubildende bekommen +60 € (2026), +60 € (2027) und +30 € (2028). Im Tarifgebiet Ost gilt die Unkündbarkeit (§ 34 Abs. 2) ab 01.01.2027 – wie im Westen nach 15 Jahren Beschäftigungszeit ab dem 40. Lebensjahr.
Wichtig: Alle Tabellenwerte stehen bis zum Abschluss der Redaktionsverhandlungen unter Vorbehalt. Die kompletten neuen Werte: Tabelle 2026, 2027, 2028.
Die erste Erhöhung gilt ab April 2026. Da die Redaktionsverhandlungen noch laufen, zahlen die Länder die neuen Beträge teils erst später aus – dann rückwirkend zum 01.04.2026.
Nein, die Einigung 2026 enthält keine Inflationsausgleichs- oder Einmalzahlung – anders als die TVöD-Runde 2023. Dafür gibt es die Mindesterhöhung von 100 € im ersten Schritt.
Beschäftigte können künftig freiwillig ihre Arbeitszeit auf bis zu 42 Wochenstunden erhöhen – gegen entsprechend höheres Entgelt. Niemand kann dazu verpflichtet werden.
Die Laufzeit endet am 31.01.2028. Die nächste Tarifrunde der Länder startet voraussichtlich Ende 2027 mit der Forderungsfindung.